Die Zahntechniker Innung für den
Regierungsbezirk Düsseldorf

Warnung an alle Patienten vor Pfusch beim Zahnersatz aus Budapest!

Patienten

65.742 Beschäftigte im Zahntechnikerhandwerk ...sorgen in Deutschland für ein strahlendes Lächeln. Bei kranken oder fehlenden Zähnen sind die handwerklichen Zahntechniker unentbehrliche Fachleute, die anhand individueller Abdrücke Kronen, Brücken oder sogar einen kompletten Zahnersatz anfertigen. Die Arbeit erfordert nicht nur handwerkliches Geschick, sondern auch chemische Kenntnisse über die Verarbeitung von Gold, Keramik und zahlreichen Kunststoffen.

Zahnersatz hat deutlichen Einfluss auf die Lebensqualität

Selbstbewusstsein steigt - Zahnlücken beeinträchtigen soziales Verhalten

Nicht nur das Wohlbefinden und die Lebensqualität älterer Menschen hängen eng mit dem allgemeinen Gesundheitszustand zusammen, auch gutsitzender und funktionstüchtiger Zahnersatz trägt maßgeblich zur Zufriedenheit mit der eigenen Lebenssituation bei.

Im Rahmen der vierten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS IV) wurden Erwachsene (35 bis 45 Jahre) und Senioren (65 bis 74 Jahre) zu ihrer mundbezogenen Lebensqualität befragt. Erstaunlich ist, dass die Schweregrade von Karies und Parodontalerkrankungen keinen erkennbaren Einfluss auf die Lebensqualität nehmen. Anders ist das bei der Versorgung mit Zahnersatz. Hier unterscheiden sich die Ergebnisse sehr stark in Abhängigkeit von der Art und der Qualität von vorhandenem Zahnersatz: Schlechtsitzender Zahnersatz führt demnach zu einer deutlichen Minderung der Lebensqualität.

Dies erklärt auch den Trend zu hochwertigen Zahnersatzversorgungen, der sich ebenfalls aus der Studie ergibt. Während in der Altersgruppe der Erwachsenen fehlende Zähne meist durch festsitzende Brücken ersetzt wurden, überwiegen bei den Senioren die herausnehmbaren Versorgungen. Allerdings ist auch bei den Älteren eine steigende Tendenz zu festsitzendem Zahnersatz erkennbar. Bei einem zahnlosen Kiefer haben sich demnach ganz besonders die Implantate bewährt, da sie einer Vollprothese festen und sicheren Halt verleihen können.

Eine repräsentative Implantatstudie von Prof. Dr. Gisbert Krekeler, Freiburg, ergänzt die DMS IV. Dabei war die Hälfte der Implantate frei von Plaque (Zahnbelag), weitere 20 Prozent hatten kaum Belag. Zwei Drittel der Patienten fühlten sich dank ihres implantatgetragenen Zahnersatzes wieder voll gesellschaftsfähig. Die Implantate erfüllten ihre Funktion bereits seit durchschnittlich 15 Jahren. 90 Prozent der Patienten mit Zahnimplantaten waren auch noch nach Jahren mit der Funktion und der ästhetischen Wirkung ihrer Prothesen vollauf zufrieden.

Wichtig ist dies gerade bei älteren Patienten. Hier gewährleistet gut passender und funktionell einwandfreier Zahnersatz ein ausreichendes Kauvermögen. Dies kann unzureichender Ernährung und Verdauungsstörungen vorbeugen, denn wenn das Kauen schwer fällt, greifen viele Menschen lieber zu weicher Kost wie Brei und Brötchen. Fehlende Zähne oder Prothesen mit schlechter Passform beeinträchtigen häufig auch die Kommunikation, im schlimmsten Fall führen sie sogar zu einem passiven sozialen Verhalten, zum stillen Rückzug und zu großer Vereinsamung. Wer plaudert oder lacht schon gerne, wer tritt selbstsicher auf, wenn die Prothese keinen festen Halt hat?

Dabei ist eine solche Situation leicht zu vermeiden: Mit regelmäßigen Zahnarztbesuchen. „Kleinere Schäden werden dadurch schnell entdeckt und aufwändigere Reparaturen lassen sich sehr oft vermeiden“, rät das Kuratorium perfekter Zahnersatz. Und sollte der Schaden doch etwas größer sein, steht das zahntechnische Meisterlabor in der Nähe bereit, alles umgehend zu bearbeiten – damit der Zahnersatz schnell wieder seinen wichtigen Beitrag zu Gesundheit und Wohlbefinden leisten kann. 

www.zahnersatz-spezial.de 

 

Zahnärztekammer warnt vor auländischem Zahnersatz

Die Zahnärztekammer Niedersachsen hat vor Zahnersatz aus dem Ausland gewarnt. Auf der Suche nach dem billigsten Anbieter würden "Kompromisse bei Sicherheit und Patientenschutz gemacht", so ZKN-Präsident Dr. Michael Sereny bei der Eröffnung des 55. Winterfortbildungskongresses der ZKN in Braunlage. 

Die Datei finden Sie hier: Datei

Gefährliche Zahnpasta aus China

Presseberichten zufolge, ist gefälschte Zahnpasta aus China auf den Markt gelangt. Vergangenen Mittwoch mussten in Spanien knapp 700.000 gefälschte Zahnpastatuben aus den Regalen genommen werden, nachdem darin ein giftiger Bestandteil von Frostschutzmittel nachgewiesen wurde. Spanien zog rund 20 Zahnpastamarken aus dem Verkehr. Auch in Italien seien bedenkliche Produkte aufgetaucht, ein Mann war ins Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem er sich die Zähne mit gefälschter Colgate-Zahncreme geputzt hatte. Ebenfalls sei Zahnpasta aus China mit Diethylenglykol-Zusatz - einem giftigen Bestandteil vonFrostschutzmitteln oder Bremsflüssigkeit - in den USA aufgetaucht. Nach Angaben der EU Kommission stammt fast die Hälfte aller beanstandeten Produkte aus China. In anderem Zusammenhang berichten Presse und Fernsehen, dass deutsche Produktprüfer minderwertige Qualität von elektronischen Geräten aus Asien bemängeln. 50 % der von den Herstellern eingereichten Produkte bestünden die Eingangstests der Prüfingenieure nicht, der Großteil stamme dabei aus asiatischen Produktionsländern, sagte der Geschäftsführer des VDE. Allzu oft würden die Produkte aus Fernost als unsicher und gefährlich bei der Anwendung eingestuft, betonte er.

Schöne Zähne helfen - attraktive Gesichter wirken erfolgreich und intelligent

Stars im Showgeschäft haben längst erkannt, dass ein schönes Lächeln und strahlend weiße Zähne wichtige Schlüssel zum Erfolg sind. Aber auch wer nicht ständig vor der Kamera steht, sollte sich bewusst sein, dass ein schönes Gebiss viel zum persönlichen Vorankommen beitragen kann. Studien haben ergeben, dass Menschen mit strahlend weißen Zähnen im Berufsleben schneller Karriere machen und besser verdienen.

Eine Studie der Universität Regensburg zeigte, dass attraktiven Gesichtern die Eigenschaften erfolgreich, intelligent, geselliger und leistungsfähiger zugeschrieben werden. Welchen Eindruck wir von einem Menschen haben, entscheidet sich innerhalb der ersten Sekunden. Dabei spielt das Gesicht eine herausragende Rolle. Ein schönes Gegenüber ist uns sympathisch. In einer Langzeitstudie der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik wurden regelmäßig Führungskräfte dazu befragt, wie groß sie den Einfluss der äußeren Erscheinung auf die Karriere einschätzen. Die Bedeutung dieses Faktors wurde seit 1986 ständig höher eingestuft. Als die Studie 2005 veröffentlicht wurde, maßen die Befragten der Schönheit erstmals mehr Bedeutung bei als den persönlichen Kontakten. In der Praxis heißt das: Schöne Menschen werden eher zum Vorstellungsgespräch eingeladen, werden eher ausgewählt und haben danach größere Chancen, Karriere zu machen. Besonders bei männlichen Spitzenverdienern macht sich nach den Erkenntnissen der Studie dieses Prinzip bemerkbar. Als schön empfinden wir symmetrische Gesichtszüge, einen schlanken Körper, intakte Haut, eine harmonische Zahnreihe und weiße Zähne.

Schöne Zähne kann jeder haben. Für viele Menschen sind schöne Zähne ein wichtiges Kriterium guten Aussehens. Doch ebenso viele sind mit ihren Zähnen unzufrieden. Dagegen kann man jedoch etwas tun. "Wem die Natur kein perfektes Gebiss geschenkt hat, kann dank moderner Methoden entscheidende Verbesserungen erzielen", erklärt Hans-Peter Küchenmeister, Präsident der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein. "Die moderne Zahnmedizin und -technik bietet viele Möglichkeiten, um schiefe, beschädigte oder verfärbte Zähne wieder strahlend und regelmäßig zu machen.

Verfärbte Zähne können mit Hilfe der professionellen Zahnreinigung und des fachkundigen Bleachings wieder vorzeigbar werden. Beschädigte und krumme Zähne erhalten mit Veneers, hauchdünnen Verblendschalen aus Keramik, eine schöne Optik. Die Investition in ein schönes Lächeln macht sich nicht selten auf Dauer bezahlt: Wer gut aussieht, verdient bei gleicher Qualifikation bis zu 5 Prozent mehr als seine durchschnittlich attraktiven Kollegen. Das fand Daniel Hamermesh von der Universität Texas heraus.

Häufig gestellte Fragen und Antworten zur zahnmedizinischen Behandlung im europäischen Ausland

 

Wie findet man eigentlich den richtigen Zahnarzt im Ausland und worauf muss man bei dessen Auswahl achten? 

Hierzu kann die Bundeszahnärztekammer keine Angaben machen, weder über Qualität des Zahnarztes, noch über das Leistungsspektrum der Praxen.

Muss eine Behandlung im EU Ausland grundsätzlich von der Krankenkasse genehmigt werden? 

Für gesetzlich Pflichtversicherte und freiwillig gesetzlich Versicherte deutsche Patienten galt bis zum 31.12.2003 das Prinzip der freien Arztwahl nur innerhalb der Staatsgrenzen. Wer sich von einem Arzt im Ausland behandeln lassen wollte, benötigte hierzu die Erlaubnis seiner gesetzlichen Krankenkasse. Eine Ausnahme von diesem Grundsatz gab es nur dann, wenn bei einem vorübergehenden Auslandsaufenthalt ein besonderer Notfall vorlag. Mit Urteil vom 13. Mai 2003 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden, dass der Grundsatz des freien Dienstleistungsverkehrs nationale Regelungen verbietet, nach denen eine ambulante Versorgung, die in einem Mitgliedsstaat der EU erfolgt von einer vorherigen Genehmigung erforderlich gemacht wird (EuGH, C-385/99). Diese Rechtsprechung hat der deutsche Gesetzgeber im GKV-Modernisierungsgesetz - GMG umgesetzt und § 13 SGB V um die Absätze 4-6 erweitert, die die Kostenerstattung für die im EU-Ausland in Anspruch genommene Behandlung regeln. Damit ist im Prinzip eine ambulante zahnärztliche/ärztliche Behandlung im europäischen Ausland nun jederzeit ohne vorherige Genehmigung gegen Kostenerstattung durch die eigene gesetzliche Krankenkasse möglich. Wir raten jedoch vor einer Behandlung einen Heil- und Kostenplan bzw. eine Gebührenvorausberechnung durch den Zahnarzt erstellen zu lassen. Diese sollte dann mit der gesetzlichen Krankenkasse abgeklärt werden, um letztendlich die Höhe der selbst zu tragenden Kosten zu ermitteln.

Worauf sollte ich noch achten?

  • Zunächst beschränkt sich die Einstandspflicht der deutschen Krankenkasse auf den Betrag, der bei einer entsprechenden Behandlung bei einem Zahnarzt/Arzt in Deutschland angefallen wäre. Wer im Ausland einen Zahnarzt/Arzt aufsucht, gilt dort als Privatpatient, dem auch Privatgebühren in Rechnung gestellt werden. In Deutschland werden dagegen nur "Kassensätze" erstattet.
  • Darüber hinaus gilt, dass für Leistungen, die in Deutschland möglicherweise überhaupt nicht ersetzt werden eine Kostenerstattung ausscheidet.
  • Nach der gesetzlichen Regelung muss die Krankenkasse vom Erstattungsbetrag eine Bearbeitungsgebühr und einen Abschlag für fehlende Wirtschaftlichkeitsprüfungen einbehalten. Dieser liegt voraussichtlich bei 7,5 Prozent des Erstattungsbetrages.
  • Zu den Kosten der Behandlung kommen Kosten für die Anfahrt, Übernachtung und ggf. eine Reise zur Nachkontrolle oder Korrektur.
  • Bei der Verbindung mit Reiseunternehmen muss beachtet werden, dass natürlicherweise hierbei auch weitere kommerzielle Interessen für den Patienten eine Rolle spielen können.
  • Da Zahnersatz meist am Ende einer umfangreichen Diagnostik und Vorbehandlung des Zahn-, Mund- und Kieferbereiches steht, muss der Zahnhalteapparat frei von Entzündungen (Zahnfleischbluten und Zahnfleischtaschen) sein. Alle Zähne müssen vital oder mit regelrechten Wurzelbehandlungen versehen sein. Vorhandene Karies an allen Zähnen muss beseitigt werden und mit regelrechten Füllungen versehen sein. Mit Hilfe von Röntgenbildern ist der Zustand des Knochens und der Wurzelspitzen im Voraus zu beurteilen. Auch die Mundschleimhaut und die Funktion der Kiefergelenke müssen frei von Störungen oder Erkrankungen sein. Sofern in diesen Bereichen Erkrankungen vorliegen muss oftmals eine länger dauernde Vorbehandlung erfolgen.
  • Eine weitere wichtige Voraussetzung für die Eingliederung und lange Haltbarkeit von Zahnersatz ist, dass der Patient eine optimale Mundhygiene durchführt. Hierzu sind vor Beginn der Behandlung aber auch nach Eingliederung von Zahnersatz ausreichende Informationen und gezielte Unterweisungen durch Zahnärzte oder Prophylaxeassisten/tinnen notwendig.

 

Wie sieht es mit dem Qualitätsstandard und Know-How der Ärzte aus? Gibt es auch für den Laien Punkte, die er beachten kann, um nicht in die falschen Hände zu geraten?

Im Zusammenhang mit der Integration osteuropäischer Staaten wurden Gutachten für die europäische Union erstellt, um das Leistungsniveau der zahnärztlichen Dienstleistungen einzuschätzen. Dabei ergab sich, dass im Bereich der Ausbildung, insbesondere zum Einsatz zahnärztlicher Behandlungsmethodik, ein Nachholbedarf existiert. Bis zum Datum des Beitritts dieser Staaten mussten sich Zahnärzte dieser Länder für eine Aufnahme der Tätigkeit in Deutschland einer Feststellung der Gleichwertigkeit des Ausbildungsstands vor den zuständigen Zahnärztekammern (Gleichwertigkeitsprüfung) unterziehen. Die Ergebnisse dieser Gleichwertigkeitsprüfungen lassen jedoch keinen repräsentativen Schluss über den Ausbildungsstand zu. Es wurden durch die Antragsteller höchst unterschiedliche Ergebnisse erzielt. Einen Schluss auf die Behandlungsqualität kann auf Grund der vorliegenden Ergebnisse nicht repräsentativ gezogen werden.

Der Patient wird also nicht daraus erlassen, selbst eine entsprechende Einschätzung des Zahnarztes vorzunehmen. 

Kriterien dieser Einschätzung sind unter anderem

  • Gründlichkeit bei der Erhebung der Befunde und der Erstellung der Diagnose,
  • Aufklärung über die Diagnose und die Vorstellung unterschiedlicher Therapiemöglichkeiten, Darlegung der Bedeutung einer regelmäßigen zahnärztlichen Betreuung unter besonderer Berücksichtigung der Prävention in der Zahnmedizin,
  • Einhaltung insbesondere von Hygienestandards und Transparenz über die verwendeten Materialien und Methoden der Behandlung,
  • Ausführliche Aufklärung über die zu erwartenden Behandlungskosten, einschließlich der möglichen Folgen und Komplikationen bei der durchgeführten Therapie,
  • Transparente Darstellung des Leistungs- und Behandlungsspektrums der Praxis.

 

 

Gibt es eine Garantie oder Haftungsansprüche? Oder müssen diese vertraglich festgelegt sein? Kann ich meinen Vertrag nochmals bei der Krankenkasse "absegnen" lassen, um auf Nummer sicher zu gehen?

Im Falle von Behandlungsfehlern ist zu beachten, dass sich die Durchsetzung von Schadenersatz und insbesondere Schmerzensgeldansprüchen nach dem Recht des Behandlungsortes richtet und auch dort gerichtlich durchzusetzen wäre. Bei Nachbesserungen des im Ausland gefertigten und eingegliederten Zahnersatzes in Deutschland gilt deutsches Recht, wobei bei Mängeln am Zahnersatz eine entsprechende Begutachtung durch die Krankenkasse veranlasst werden muss. Erst danach kann über eine weitere Behandlung in Deutschland auch unter Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen entschieden werden. Ein deutscher Zahnarzt ist, außer bei der Behandlung von akuten Notfällen, nicht zur Nachbesserung verpflichtet.

Gibt es nicht 2 Jahre Garantie in allen EU-Staaten - also auch bei medizinischem Leistungen?

Tatsächlich ist seit Beginn des Jahres 2002 durch die EU-Richtlinie zum Verbrauchsgüterkauf europaweit eine Gewährleistungsfrist von 2 Jahren für Kauf- und Werkverträge festgelegt. Bei dem zahnärztlichen Behandlungsvertrag handelt es sich jedoch um einen Dienstvertrag höherer Art.

Bei einer Behandlung im Ausland ist der ausländische Zahnarzt für Gewährleistungsansprüche zuständig, was nicht unproblematisch ist. Insbesondere da die Abwicklung von Gewährleistungsansprüchen im Ausland häufig unter den in Deutschland üblichen Standards liegt.

Die Gewährleistungspflicht des Zahnarztes für Füllungen und Zahnersatzleistungen liegt in Deutschland für gesetzlich versicherte Patienten bei zwei Jahren. In dieser Zeit muss der Zahnarzt die Füllungen kostenlos nachbessern beziehungsweise bei Verlust erneuern. Dies trifft auch auf Zahnersatzleistungen (Kronen, Brücken, herausnehmbarer Zahnersatz und Totalprothesen) zu. Für Privatpatienten beträgt die Frist 3 bis 10 Jahre, gerechnet vom Ende des Jahres an, in dem der Patient Kenntnis vom Schaden erhält.

Gibt es erfahrungsgemäß Leistungen, die unproblematisch sind und andere, die man besser nicht im Ausland machen sollte, also: Prothese ja, Implantat nein?

Der Umfang und Aufwand einer zahnmedizinischen Leistung, wie auch in der Medizin hängt ganz wesentlich vom Einzellfall ab. Es gibt also primär nicht die einfache oder die komplizierte Leistung.

Zahnersatz z.B. steht meist am Ende einer umfangreichen Diagnostik und Vorbehandlung des Zahn-, Mund- und Kieferbereiches, der Zahnhalteapparat muss frei von Entzündungen (Zahnfleischbluten und Zahnfleischtaschen) sein. Alle Zähne müssen vital oder mit regelrechten Wurzelbehandlungen versehen sein. Vorhandene Karies an allen Zähnen muss beseitigt werden und mit regelrechten Füllungen versehen sein. Mit Hilfe von Röntgenbildern ist der Zustand des Knochens und der Wurzelspitzen im Voraus zu beurteilen. Auch die Mundschleimhaut und die Funktion der Kiefergelenke müssen frei von Störungen oder Erkrankungen sein. Sofern in diesen Bereichen Erkrankungen vorliegen, muss oftmals eine länger dauernde Vorbehandlung erfolgen.

Eine weitere wichtige Voraussetzung für die Eingliederung und lange Haltbarkeit von Zahnersatz ist, dass der Patient eine optimale Mundhygiene durchführt. Hierzu sind vor Beginn der Behandlung aber auch nach Eingliederung von Zahnersatz ausreichende Informationen und gezielte Unterweisungen durch Zahnärzte oder Prophylaxeassistentinnen notwendig.

Gibt es Studien über die Qualität der Zähne und Zahnärzte im Ausland?

Nachholbedarf existiert in Osteuropa noch im Bereich der Ausbildung. Der Patient selbst muss die Qualität des von ihm gewählten Arztes einschätzen.

Valide (= wissenschaftlich gültige) Studien zur Behandlungsqualität liegen bislang für den europäischen Raum nicht vor. Eine Studie des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung Rheinland-Pfalz und des Instituts für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik der Universität Mainz, zu Ergebnisqualität und Kosteneffektivität zahnärztlich-prothetischer Versorgungen im (Nicht-EU-) Ausland, kam jedoch zu dem Ergebnis, dass lediglich 23 Prozent, der 60 begutachteten Patienten einen zufriedenstellenden Zahnersatz erhielten. Den Kostenvorteil, welchen sich die Patienten vor Behandlungsbeginn errechnet hatten erwies sich in vielen Fällen als Kostennachteil.

Warum sind die Preise im Ausland günstiger?

Preisvorteile entstehen in den osteuropäischen Ländern, ähnlich wie in anderen Wirtschaftsbereichen, vor allen Dingen durch deutlich niedrigere Kosten bei der Führung einer zahnärztlichen Praxis. Dies betrifft insbesondere den Personalbereich, die zahntechnische Zuarbeit und alle weiteren Kosten, die mit der Einhaltung von Standards in den Praxen verbunden sind. Deutsche Standards u.a. im Hygienebereich oder beim Röntgen sind nicht überall gültig, bzw. werden nicht entsprechend kontrolliert umgesetzt.

Nach wissenschaftlichen Untersuchungen des Instituts Deutscher Zahnärzte aus dem Jahre 1999 zum Preisvergleich zahnärztlicher Leistungen verschiedener westeuropäischer Staaten, einschließlich Ungarn, liegen die deutschen Preise der zahnmedizinischen Versorgung im europäischen Mittelfeld. Preisvergleiche zu den neu hinzugetretenen osteuropäischen Staaten liegen derzeit nicht vor.

Wie steht es in Notfällen? Kann ich dann wieder zu meinem Zahnarzt gehen?

  • Natürlich ist ihr Zahnarzt in Deutschland zur Behandlung akuter Notfälle verpflichtet. Jedoch bei umfangreichen Nachbesserungen, bzw. bei eindeutigen Mängeln, ist in Deutschland ein entsprechendes Gutachterverfahren, welches die Krankenkasse einleiten muss, üblich. Erst danach kann über die weitere Behandlung wie auch über die Kostenübernahme entschieden werden. Unter Umständen ist hier eine ausschließliche Privatbehandlung in Kauf zu nehmen. Ggf. müssten diese Kosten dann nach den im Ausland geltenden gesetzlichen Bestimmungen gegenüber dem Behandler eingeklagt werden.
  • Hinzu tritt für den Patienten der Verlust einer auf Kontinuität und Vertrauensverhältnis basierenden, gewachsenen Beziehung zwischen Zahnarzt/Arzt und Patient. Nicht selten sind entsprechende Nachbehandlungen nach Eingliederung von Zahnersatz notwendig, die sich oftmals über einen längeren Zeitraum erstrecken können. Auftretende Symptome hierbei stehen im engen Zusammenhang mit der Herstellung des Zahnersatzes, die oftmals nur der verantwortliche Zahnarzt entsprechend deuten kann.

 

Was ist mit zahnärztlichen Behandlungen, die nicht im EU-Ausland stattfinden?

Gesetzlich ist die Kostenübernahme durch die Krankenkassen nur für den Geltungsbereich des Vertrages zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft und des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (§ 13 SGB V) vorgesehen. Für Notbehandlungen ist eine private Auslandskrankenversicherung sinnvoll. 

Dieser Text wurde uns freundlicherweise von der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) zur Verfügung gestellt.

Bei Zähnen nichts dem Zufall überlassen und Risiken meiden

Ihre erste Wahl: Zahnersatz aus einem Innungsfachbetrieb!

Mehrwertsteuererhöhung: Bei Zahnersatz kommen keine höheren Kosten auf die Patienten zu

Sie ist in aller Munde, die ab 01.01.07 wirksame Mehrwertsteuererhöhung von 16 auf 19 %. 

Nicht in aller, aber in vieler Menschen Munde sind zahntechnische Lösungen aus dem zahntechnischen Meisterlabor. Wenn der Zahn der Zeit an den natürlichen Zähnen nagt, ist es ein gutes Gefühl zu wissen, dass Zahnarzt und zahntechnisches Meisterlabor die natürliche Ästhetik und Funktion perfekt nachempfinden können. 

Damit die Gesundheit der Menschen bezahlbar bleibt, besteuert der Staat bestimmte Leistungen in diesem Bereich mit dem ermäßigten Umsatzsteuersatz von 7%. 

Dieser Satz gilt auch für zahntechnische Leistungen bei der Zahnersatzversorgung. 

Der Gesetzgeber hat den ermäßigten Steuersatz nicht angehoben. 

Der Zahnersatz ist also nicht von der Mehrwertsteuererhöhung betroffen. Es werden somit keine Mehrkosten auf die Patienten zukommen.“

Gericht stoppt Auktion von Zahnersatz im Internet

Das Landgericht München I hat in seinem Urteil vom 15.11.2006 (Az. 1HK O 7890/06) den Betrieb der Internetplattform „2te-zahnarztmeinung.de“ untersagt.

Zahnärzte können in besagtem Internetportal Kostenschätzungen von Kollegen, die diese etwa im Rahmen eines Heil- und Kostenplans gegenüber ihren Patienten abgegeben haben, durch eigene Schätzungen unterbieten. Nach Ablauf der Auktionslaufzeit leitet die Beklagte dem Patienten die Kostenschätzungen der fünf billigsten Bieter zu, die so auf neue Aufträge hoffen können. Der Patient zahlt für diesen Service nur einen geringen Betrag; der Zahnarzt, der den Behandlungsauftrag erhält, muss dagegen 20 % seines Honorars an die Beklagte abführen.

Die auf Wettbewerbsrecht spezialisierte 1. Kammer für Handelssachen sah das Angebot der Beklagten als Wettbewerbsverletzung an, da Zahnärzte zur Bezahlung von Provision für neue Patienten verleitet werden. Dies verbieten in Deutschland die Berufsordnungen für Ärzte. Standeswidrig ist nach der Berufsordnung für Bayerische Zahnärzte auch das Verdrängen eines Zahnarztkollegen aus seiner Behandlungstätigkeit. Dass die Beklagte mit ihrem Angebot auch hierzu anstifte, legte die Vorsitzende in der Verhandlung vom Mittwoch den Beteiligten dar. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig und muss nun noch schriftlich begründet werden. (Quelle: VDZI, Pressemeldung des LG München I vom 17.11.2006)

Für Therapie-Empfehlung reicht Heil- und Kostenplan nicht

Heil- und Kostenplan ersetzt nicht die persönliche Kenntnis über den Gebisszustand

(za) Seit einiger Zeit besteht die Möglichkeit, dass Patienten ihren Heil- und Kostenplan für Zahnersatz in spezielle Auktionsportale einstellen. Zahnärzte können dann dazu ein Angebot abgeben. „Ohne persönliche Kenntnis des Gebisszustandes des Patienten kann kein verbindliches und fachlich fundiertes ‚Vergleichsangebot’ abgegeben werden“, warnt Professor Dr. med. Klaus Lehmann, wissenschaftlicher Leiter des Kuratoriums perfekter Zahnersatz. „Ein Heil- und Kostenplan für Zahnersatz reicht dafür definitiv nicht aus.“

Der Heil- und Kostenplan weist nach Angaben Lehmanns lediglich diejenigen Angaben auf, welche für die gesetzliche Krankenkasse erforderlich sind, um den Heil- und Kostenplan zu bearbeiten. Bei diesem so genannten „Kassenbefund“ handelt es sich um einen stark vereinfachten Zahnbefund, der bei weitem nicht alle Patienten-Daten enthält, die der behandelnde Zahnarzt persönlich erhoben hat und die ihn zu seiner Therapieentscheidung veranlasst haben. Dazu gehören neben der Erwartungshaltung des Patienten Angaben zu dessen Mundhygiene, zum allgemeinen Gesundheitszustand und zu persönlichen Merkmalen, beispielsweise einer Allergie gegen ein bestimmtes Material. „Gewohnheiten des Patienten, wie etwa Knirschen oder Pressen mit den Zähnen, werden nicht erfasst. Außerdem fehlen Einzelheiten zur Zahnhartsubstanz: Welches Ausmaß hat die Karies? Sind Abriebspuren, keilförmige Defekte, Schliff-Facetten, Schmelzrisse oder Ähnliches vorhanden? All dies ist dem Internet-Anbieter nicht bekannt“, erläutert Lehmann. Auch über die Zahnstellung, den Zustand der Mundschleimhaut, die Vitalität der Zähne, die Qualität eventuell vorhandener Wurzelfüllungen und die Beschaffenheit des Zahnhalteapparates, werden keine Angaben gemacht. Und schließlich fehlen auch Informationen zum Zustand der Kaumuskulatur und des Kiefergelenkes sowie die funktionellen Parameter des Gebisses. Dem „Mitbewerber“ stehen darüber hinaus weder die zur fachlich korrekten Planung eines Zahnersatzes erforderlichen Gebissmodelle noch die zur prothetischen Planung ebenso wichtigen Röntgenbilder zur Verfügung.

Unpersönliches Angebot kann zu Lasten der Patienten gehen

All diese Unterlagen und Faktoren beeinflussen die Therapieentscheidung, sie sind aber einem Heil- und Kostenplan nicht beigefügt oder ihm nicht zu entnehmen. „Dies bedeutet, dass alleine aufgrund des Heil- und Kostenplanes kein verbindliches und fachlich fundiertes Vergleichsangebot erstellt werden kann“, resümiert Lehmann. Es sei daher durchaus möglich, dass Mitbewerber bei ihrem Vergleichsangebot, aufgrund der unvollständigen Kenntnis der tatsächlichen Sachlage, zu einer Fehlentscheidung kommen. „Zu Lasten der Gesundheit des Patienten“, wie Lehmann betont. Ein fachlich fundiertes Vergleichsangebot im Sinne des Einholens einer „zweiten Meinung“ setze immer voraus, dass derjenige, der um seine zweite Meinung gebeten werde, den Patienten persönlich untersucht habe. Viele Zahnärzte lehnen daher die unpersönliche Angebotsstellung via Auktionsportal ab, denn sie halten sie für nicht vereinbar mit ihrem Bestreben nach medizinisch verantwortungsvoller und patientenorientierter Arbeit.

Enge Zusammenarbeit von Zahnarzt und Zahntechniker sichert hohen Qualitätszahnersatz, in Deutschland angefertigt, muss umfangreichen Sicherheitsstandards genügen. Außerdem bestehen zwischen dem behandelnden Zahnarzt und dem Dentallabor in den meisten Fällen jahre- oder jahrzehntelange Verbindungen ständiger Zusammenarbeit. Diese gewachsenen Beziehungen ermöglichen eine einfache Abstimmung, die der Qualität des individuell gefertigten Zahnersatzes zugute kommt. Lehmann dazu: „Je sorgfältiger und je zuverlässiger die ‚Schnittstellen’ zwischen Zahnarzt und Dentallabor funktionieren, desto besser wird das Endergebnis.“ Und zwar auch und gerade im Sinne eines Langzeiterfolges.

Ganz schnell schlau
Warum haben wir Weisheitszähne? 

Für unsere Vorfahren waren Weisheitszähne ein natürlicher Zahnersatz. Weil sie ihre normalen Zähne früh verloren, kamen ihnen die vier Backenzähne, die erst im Erwachsenenalter nachwachsen, sehr gelegen. Ohne sie hätte ihnen der Hungertod gedroht. Im Laufe der Evolution ist der menschliche Kiefer geschrumpft, so dass heute die wenigsten Menschen im Mund Platz für Weisheitszähne haben. Egal - weiser machen Weisheitszähne nämlich nicht.

Was sind keine richtigen Zähne?

Der Löwenzahn ist eine Pflanze, deren Blätter man als Gemüse oder Salat essen kann. Der Raffzahn ist ein Mensch, der alles an sich rafft, was er haben kann. Einen steilen Zahn nannte man zu Großvaters Zeiten ein besonders hübsches Mädchen. Wer mit einem Affenzahn fährt, der fährt zu schnell.

Welches Tier läuft auf seinen Zähnen?

Das Walross benutzt die Schneidezähne, um sich auf dem Eis festzuhalten und sogar um sich vorwärtszubewegen. Seine Schneidezähne - wie beim Elefanten Stoßzähne genannt - wachsen ständig und können bei den Männchen der Pazifikart bis zu 60 Zentimeter lang werden. Die Männchen mit den größten Stoßzähnen schüchtern die anderen damit ein.

Wer hat die Zahnbürste eigentlich erfunden?

Die Römer benutzten ihre Finger und bestrichen sie mit einer Art Zahnpasta, einer Paste aus Pflanzenextrakten und Quellwasser. Die Chinesen erfanden die Zahnbürste ende des 15. Jahrhunderts. In Europa tauchten die ersten Zahnbürsten 1665 in London auf.