Die Zahntechniker Innung für den
Regierungsbezirk Düsseldorf

Service

Wichtige Informationen für Patienten finden Sie hier

 

Studie des MDK zum ausländischen Zahnersatz

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung Rheinland-Pfalz (MDK RLP) hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für Biometrie, Epidemiologie und Informatik der Universität Mainz (IMBEI) erstmalig in einer Studie die Qualität zahnärztlich-prothetischer Versorgungen in EU-Ländern bzw. im Ausland begutachtet. Dabei wurden insgesamt 185 verschiedene prothetische Versorgungen begutachtet und der im Ausland gefertigte Zahnersatz untersucht. Insgesamt wurden dabei 81 Brücken, 76 Einzelkronen, neun Teilprothesen, elf kombinierte festsitzend/ herausnehmbare Versorgungen, acht Totalprothesen sowie elf Füllungen begutachtet.

Jede Arbeit ein Unikat - Zahntechniker stopfen Löcher

Jede Arbeit ein Unikat - Zahntechniker stopfen Löcher*

Von Sabine Meuter, dpa

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Brücke, Krone oder Inlay: Zahnersatz braucht irgendwann fast jeder. Dann ist die Arbeit von Zahntechnikern gefragt. Die Fachkräfte füllen etwa Löcher mit Kunststoff, Keramik oder Metall. Sorgfalt ist in dem Job das oberste Gebot.

Essen (dpa/tmn) - Ein strahlendes Lächeln kommt mit schönen Zähnen besonders gut an. Wer kein perfekt anmutendes Gebiss hat, muss nicht hadern - schließlich gibt es Zahntechniker, die in Dentallabors Tag für Tag Zahnersatz herstellen. Natürlich nicht als Massenware, sondern als Unikate für den Patienten. Das Ergebnis muss dabei nicht nur genau passen, sondern auch gut aussehen.
Gebissabdrücke von Patienten dienen Zahntechnikern als Vorlage. Danach fertigen sie Kronen, Brücken, Implantate, Inlays oder Prothesen. „Bei meiner Tätigkeit geht es um viel Feinarbeit“, erzählt Saskia Krämer. Die 21-Jährige ist Auszubildende bei dem Essener Zahntechnik-Meisterbetrieb Langkau & Rahmann.

Täglich modelliert, schleift und poliert sie in Handarbeit Zahnersatz und arbeitet dabei mit unterschiedlichen Materialien wie Kunststoff, Metall und Keramikmasse. „Eine reine Bürotätigkeit wäre nichts für mich. Mir gefällt es, etwas mit meinen Händen zu schaffen“, erklärt Krämer.
Dreieinhalb Jahre dauert die duale Ausbildung. Formal müssen Bewerber mindestens den Hauptschulabschluss vorweisen können. Überwiegend würden jedoch im Zahntechniker-Handwerk Azubis mit Mittlerer Reife oder Abitur eingestellt, sagt Klaus Bartsch. Er sitzt im Vorstand des Verbands Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI) in Berlin. Neben Kreativität und Genauigkeit wird von Bewerbern Sinn für Ästhetik und handwerkliches Geschick erwartet.

Für die Arbeit in Dentallabors sind außerdem gute Kenntnisse in Mathematik und Physik wichtig - damit die Zahntechniker in spe etwa das Mischverhältnis der diversen Werkstoffe exakt berechnen können. „Wer all diese Voraussetzungen mitbringt, hat gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz“, erzählt Michael Knittel, Geschäftsführer der Zahntechniker-Innung für den Regierungsbezirk Düsseldorf.
Kronen, Implantate oder Brücken gießen Zahntechniker auf der Basis eines dreidimensionalen Modells zum Beispiel aus Metall und verblenden es danach in einer zahntypischen Farbe. „Bewerber sollten einen guten Blick für Formen und Farbnuancen haben, damit der Zahnersatz im Gebiss des Patienten nicht auffällt“, erklärt Bartsch.

Kronen oder Brücken machen die Fachkräfte aber auch aus Keramik. Bei diesem Verfahren fräsen die Techniker die Zahnform aus einem Keramikblock heraus. Daneben fertigen sie auch Teil- oder Vollprothesen an. Das ist der Fall, wenn sie mehrere oder gar alle Zähne eines Patienten ersetzen. Dafür gibt es industriell vorgefertigte Zähne, die sie in Maßarbeit an den Kiefer des Patienten anpassen. Bei Teilprothesen etwa biegen und löten sie die Metallklammern, an denen die künstlichen Zähne hängen. Vollprothesen müssen passgenau auf dem Kiefer aufliegen, damit sie halten und nicht herausfallen.    

Weiter gehört es zur Aufgabe der Fachkräfte, Prothesen zu reparieren und zu reinigen sowie Spangen zur Korrektur von schiefen Zähnen herzustellen. In der Berufsschule lernen Azubis etwa, wie der Fertigungsprozess rund um Prothesen geplant und ausgeführt wird.

Daneben bekommen sie beigebracht, wie sie überprüfen, ob das Gebiss mit dem eingefügten Zahnersatz funktionsfähig ist. Zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres müssen die Jugendlichen eine Zwischenprüfung ablegen, die sich in einen schriftlichen und einen praktischen Teil gliedert. Die Ausbildung endet mit der Gesellenprüfung.

„Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist unterschiedlich geregelt und hängt nicht zuletzt von der Betriebsgröße ab“, sagt Knittel. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit liegt sie im Schnitt bei 405 Euro im ersten und 555 Euro im letzten Ausbildungsjahr. Einen Tarifvertrag gibt es für das Zahntechnikerhandwerk nicht. Nach der Ausbildung arbeiten die Fachkräfte in aller Regel in Dentallabors.

Auch eine Beschäftigung direkt in der Zahnarztpraxis, in Kliniken oder in der zahntechnischen Industrie ist möglich. Die Höhe des Einstiegsgehalts ist ebenfalls unterschiedlich und liegt nach VDZI-Angaben zwischen 1300 und 1700 Euro brutto im Monat.

„Zahntechniker haben vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten“, erzählt Knittel. So gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, nach einigen Gesellenjahren die Meisterprüfung abzulegen und sich selbstständig zu machen. Auch eine Fortentwicklung zum Fach- und Betriebswirt ist möglich. Abiturienten können Zahnmedizin oder Dentaltechnik studieren.  

Saskia Krämer will in jedem Fall Karriere machen. „Ich könnte mir vorstellen, Meisterin zu werden und dann Lehrlinge auszubilden oder Mitglied in einer Prüfungskommission zu sein“, erzählt sie.

* dpa-Artikel vom 23. Dezember 2013

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Zahnersatz in Wohnortnähe

Das Zahntechniker-Handwerk nimmt Patientenschutz sehr ernst.

Zweifellos versprechen schöne Zähne eine hohe Lebensqualität, positive Ausstrahlung und Lebensfreude. Aus welchem Grund auch immer man sich mit "neuen Zähnen" beschäftigt, sei es eine Zahnkorrektur, die Überkronung eines kariösen Zahnes, der Ersatz eines oder mehrerer Zähne aufgrund von Unfall oder "natürlichem Verschleiß": Die Erwartungen und Anforderungen an die zahnmedizinisch-zahntechnischen Leistungen sind hoch, schließlich gilt es, das eigene Aussehen, die Aussprache, die Kaufunktion wiederherzustellen beziehungsweise zu verbessern oder Schmerzen zu beseitigen.

Der Zahnersatz - ganz gleich ob Krone, Brücke, Teil- oder Totalprothese - muss perfekt pasen und funktionieren, von hoher Ästhetik und selbstverständlich körperverträglich sein. Um weitere medizinische Eingriffe zu vermeiden, soll der Zahnersatz möglichst lange halten.

Um dies zu gewährleisten sind eine fundierte Ausbildung und permanente Fortbildungen von Zahntechnikern entscheidende Voraussetzungen. Für die Qualiät und Sicherheit ist aber die tägliche Abstimmung und Zusammenarbeit des Zahnarztes und des gewerblichen Labors vor Ort in gleicher Weise wichtig.

Mit der Umsetzung des speziell für die Branche entwickelten Qualitätssicherungssystems QS-Dental erfüllen immer mehr zahntechnische Innungsbetriebe gemeinsam mit dem Zahnarzt die hohen Erwartungen hinsichtlich Funktion, Ästhetik, Haltbarkeit und Biokompatibilität der "neuen" Zähne. Sie liefern ein Höchstmaß an Qualität und Verantwortung und bieten größte Sicherheit und höchten Patientenschutz in Wohnortnähe.

Zahnersatz zum Nulltarif? Ist sowas überhaupt möglich?

Sehr geehrte, interessierte und aufmerksame Patienten,

sicher werden Sie häufig mit einigen Werbeaussagen konfrontiert:

"Zahnersatz und Prophylaxe zuzahlungsfrei" oder "Zahnersatz zum Nulltarif".

Das Landgericht Essen hat in einem Urteil vom 15.01.2010 (Az.:4 O 8/10) den Gebrauch der Werbeaussage „Nulltarif“ untersagt. Dieser Aussage wurde laut dem Landgericht irreführende Werbung bescheinigt und stellt wohl eher ein Lockvogelangebot dar. Denn egal ob auch Erklärung mit Sternchen (*), dem Gericht erschien nicht ersichtlich unter welchen Voraussetzungen dieses Angebot für den Verbraucher erhältlich war.

Aus unserer Sicht ein Urteil, welches deutlich im Sinne des Verbraucherschutzes erfolgte. Es sind größtenteils Lockangebote von Anbietern, die hiermit immer wieder Patienten finden, um ihnen dann die natürlich bessere und ästhetischere Variante vom individuellen Zahnersatz anzubieten. Dies natürlich mit dem entsprechenden Preis! Der viel, aber zu unrecht beworbene "Nulltarif" ist dabei reine Augenwischerei!

Sehr gute Leistung, über dem Basisangebot, hat immer seinen Preis. Wer sich ernsthaft bemüht, ein gutes Verhältnis zwischen Preis und Leistung abzuliefern, der hat solche irreführenden Werbeaussagen nicht nötig.

Vertrauen Sie daher auf die individuelle Zahntechnik aus dem Innungsfachbetrieb! Die Labore in Ihrer Nähe finden Sie hier: Laborsuche

99 Prozent aller Implantate halten länger als zehn Jahre

In Deutschland werden jedes Jahr mehr als eine halbe Million Zahnimplantate gesetzt. Wie zuverlässig sie sind, haben Forscher der Zahnmedizinischen Klinik der Universität Bern überprüft.

Wie die Saarbrücker Zeitung berichtet, stellten die Forscher den Implantaten ein insgesamt gutes Zeugnis aus. Das Risiko ein Zahnimplantat zu verlieren, sei gering, so die Schweizer Forscher in ihrer Zusammenfassung.

Geringer Schwund: Sechs von 511 gingen verloren

Sie untersuchten in einer zehn Jahre laufenden Studie mehr als 300 Patienten, bei denen seit dem Ende der 1990er Jahre einzelne oder mehrere Zähne ersetzt worden waren. Dabei seien Titanimplantate mit einer damals neuen mikrorauen Oberfläche verwendet worden, die auch heute noch eingesetzt werden.

Nur sechs von insgesamt 511 überprüften Implantaten gingen im Untersuchungszeitraum verloren, berichtet die Uni Bern. Das entspreche einer Quote von 1,2 Prozent. Bei 1,8 Prozent entwickelte sich eine Infektion. "Die Resultate haben unsere bereits optimistischen Erwartungen übertroffen“, so Daniel Buser, Direktor der Klinik für Oralchirurgie und Stomatologie.

Osteoporose: Was Patienten bei Zahnersatz beachten sollten

Schließen sich Osteoporose und Zahnimplantate aus? Keineswegs. Das Kuratorium perfekter Zahnersatz beleuchtet genau dieses Thema und kommt zu dem Schluß, daß unter Beachtung bekannter Risikofaktoren Implantate auch bei Osteoporose-Patienten erfolgreich gesetzt werden können.

In Deutschland leiden etwa 7,8 Millionen Menschen unter Osteoporose, vor allem ältere Menschen: Jeder Vierte über 50 Jahre und jeder Zweite über 75 Jahre ist betroffen. Beim Knochenschwund, wie die Erkrankung im Volksmund genannt wird, vermindert sich die Knochendichte, das Risiko eines Knochenbruchs ist dadurch wesentlich erhöht.

Das Kuratorium perfekter Zahnersatz empfiehlt Osteoporose-Patienten, vor einer Behandlung mit ihrem Zahnarzt über ihre spezielle Situation zu sprechen. “Dabei geht es neben der Erkrankung an sich auch darum, welche Medikamente eingenommen werden und in welcher Form”, erklärt Prof. Hans-Christoph Lauer, Leiter des wissenschaftlichen Beirats des Kuratoriums perfekter Zahnersatz.

Häufig werden bei Osteoporose so genannte Bisphosphonate verordnet. Diese Arzneimittel wirken auf den Knochenstoffwechsel und können bei Zahnbehandlungen das Risiko für Komplikationen erhöhen. Wird beispielsweise ein Zahn gezogen, sind Störungen der Wundheilung möglich.

Wenn die Prothese Halt verliert: besser mal beim Zahnarzt checken lassen

Wichtige Hinweise auf Osteoporose kann eine nicht mehr gut sitzende Prothese geben. Lauer: “Die Patienten greifen zunächst nach einer Haftcreme und meinen, die Prothese sei defekt. Doch die Ursache liegt häufig woanders: Die Osteoporose zählt zu den häufigsten Gründen für schlechten Prothesenhalt.” Der Zahnarzt prüft bei einer Kontrolle deshalb, ob sich der Kieferknochen verändert hat. Häufig macht diese Untersuchung erst darauf aufmerksam, dass eine Erkrankung vorliegen könnte.

Doch obwohl die Osteoporose die Knochen brüchig macht, ist auch eine Versorgung mit Implantaten durchaus möglich. Experten verweisen auf gute Erfahrungen, auch wissenschaftliche Veröffentlichungen belegen, dass nicht mit vermehrten Komplikationen zu rechnen ist. Dennoch ist Vorsicht angeraten. Daher erstellt der Zahnarzt zunächst ein Risikoprofil. “Neben der allgemeinen Gesundheit des Patienten achtet der Zahnarzt auch auf die Medikamente. Vor allem Bisphosphonate können das Einheilen der Implantate beeinflussen”, sagt Lauer. Der Zahnarzt stimmt sich daher im Zweifelsfall mit dem behandelnden Arzt ab.

Implantate genauso belastbar wie bei Gesunden

Osteoporose oder nicht: Nach der gelungenen Einheilung sind die Implantate genauso belastbar wie bei gesunden Menschen. “Das ist ein deutlicher Gewinn an Lebensqualität, deshalb lohnt es sich auf jeden Fall, über Implantate nachzudenken”, empfiehlt Lauer.

Noch mehr Wissenswertes rund um Zahnersatz und Mundgesundheit hat das Kuratorium perfekter Zahnersatz auf seinen Internetseiten eingestellt. Und auch auf Facebook kann man das KpZ besuchen.

Finanzierung ZID - Teilzahlung

Die günstige Finanzierung für Ihren Zahnersatz! Ihr Zahnarzt und unsere Innungsfachbetriebe legen allergrößten Wert auf eine bestmögliche Zahnersatzversorgung und somit Ihre Gesundheit. Die Zuzahlungen, auch genannt Festzuschüsse, Ihrer Krankenkasse reichen oft nicht aus, Ihnen Ihren Wunsch nach gutem Aussehen zu ermöglichen. Damit Sie auf keinen Fall an Ihrem persönlichen Auftritt und Ihrem strahlenden Lächeln sparen müssen, gibt es ein attraktives Finanzierungsangebot, dass Ihnen die Meisterlabors der Zahntechniker-Innung Düsseldorf -ZID und die ZAG Plus medicalFinance zur Verfügung stellt.

Die Innungsfachbetriebe halten für Sie alle Unterlagen bereit und werden Ihnen bei der Abwicklung gerne behilflich sein und führen die erforderliche Legitimation durch.

Weitere Informationen finden Sie unter zagplus.com

Zahnarzt wichtig für Diabetesmanagement


Anlässlich des Kongresses "Innere Medizin - fachübergreifend: Diabetologie grenzenlos", der noch bis zum Samstag in München stattfindet, verweist Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, auf den Einfluss der oralen Gesundheit auf die Allgemeingesundheit.


Aufgrund der Erkenntnisse über die Wechselwirkungen - vor allem zwischen Diabetes und Parodontitis - stellen die Parodontitisprävention, -therapie und -nachsorge ein wichtiges Bindeglied zwischen der Zahnheilkunde und der Diabetologie dar. Oesterreich: "Die medizinische Kompetenz des Zahnarztes und des zahnärztlichen Teams muss gestärkt werden."

"Entzündliche Erkrankungen in der Mundhöhle verstärken das Risiko für bestimmte Allgemeinerkrankungen. Einen massiven entzündlichen Angriff erfährt der Körper durch die Bakterien des Zahnbelags beziehungsweise durch den oralen Biofilm. Diese können zu Parodontitis führen", erklärt Oesterreich in einer Stellungnahme.

Gelangen die dabei freigesetzten Bakteriengifte in den Organismus, stellen sie ein Risiko für den ganzen Körper dar - auch für vom eigentlichen Entzündungsherd weit entfernte Regionen. Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus würden somit begünstigt.

Oesterreich: "Für alle Patienten sind Aufklärung und Information sehr wichtig - das gilt natürlich auch für Diabeteserkrankte. Allein in Deutschland gibt es etwa sechs Millionen diagnostizierte Diabetiker. Und jüngsten Untersuchungen zu Folge werden die an Typ II Erkrankten immer jünger."

Zahnärzte haben entscheiden Aufklärungsfunktion

Den Zahnärzten komme bei der Aufklärung eine besondere Rolle zu. Denn es seien häufig zahnärztliche Untersuchungen, bei denen sich erste Anzeichen für eine eventuelle Diabeteserkrankung offenbaren. Zahnärzte sollten in diesem Fall ihren Patienten dazu raten, zum Hausarzt zu gehen, um dies abklären zu lassen.

"Zum anderen ist für Patienten, die wissen, dass sie an Diabetes erkrankt sind, die Aufklärung bedeutend. Die Zahnärzte sollten geeignete Maßnahmen der Mundhygiene aufzeigen, welche die Auswirkungen eines Diabetes positiv beeinflussen können", erklärt der BZÄK-Vize.

Umgekehrt sollten aber auch Diabetiker ihren Zahnarzt frühzeitig über ihre Krankheit und ihre Blutzuckerwerte informieren, damit dieser die Behandlung darauf abstimmen könne. Darüber hinaus sei in Abhängigkeit der Schwere der Erkrankung auch eine Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt, Hausarzt oder Diabetologen zu empfehlen.

Das Münchner Symposium verstehe sich als Baustein der von Bundeszahnärztekammer und Colgate-Palmolive, getragenen Initiative "Gesund im Mund bei Diabetes". Ziel sei, langfristig auf der Grundlage evidenzbasierter Daten über eine Vielzahl von Maßnahmen Aufklärungsarbeit zu betreiben.

Oesterreich empfiehlt: "Jeder Diabetespatient sollte zum Zahnarzt überwiesen werden, wie auch vice versa die zahnärztliche Praxis ein Screeningort für Diabetiker und andere Allgemeinerkrankungen sein könnte".

Die zahnmedizinische Perspektive sollte also ein integraler Bestandteil des Diabetesmanagements sein. Die orale Prävention leiste so einen wichtigen Beitrag zur Senkung des allgemeinen Erkrankungsrisikos.

Zahnarzt & Zahntechniker: Berufsbilder im Wandel

 

Wenn ein Patient zufrieden vom Zahnarztbesuch nach Hause kommt, haben gleich mehrere Berufsgruppen gute Arbeit geleistet. Zahnarzt, Assistentinnen und Zahntechniker bilden ein eingespieltes Team, welches sein umfangreiches Wissen einsetzt, um dem Patienten optimale Qualität in der zahnmedizinischen und zahntechnischen Versorgung zu bieten. In den letzten Jahren haben sich die Berufsbilder einem Wandel vollzogen. proDente spricht mit Thomas Lüttke, Zahntechnikermeister und Vorstand des Verbandes Deutscher Zahntechniker Innungen, und Dr. Dietmar Oesterreich, Zahnarzt und Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, über die Ursachen und Auswirkungen der Veränderungen auf den jeweiligen Berufsstand und auf die Patienten.

Herr Dr.Oesterreich, der Zahnarzt galt lange Zeit vorrangig als  „Sanierer“ oder „Reparateur“, um Schäden zu begrenzen. Trifft das heute noch zu?

Generell darf man heute feststellen, dass sich die Mundgesundheit der gesamten Bevölkerung in den letzten Jahren deutlich verbessert hat. Kinder und Jugendliche befinden sich im Hinblick auf die Zahngesundheit auf einem internationalen Spitzenplatz. Auch bei Erwachsenen und Senioren verzeichnen wir einen zunehmenden Zahnerhalt. Diese Erfolge konnten nicht unwesentlich durch eine konsequente Ausrichtung auf eine präventionsorientierte Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde erreicht werden. Prävention gehört heute zum Leistungsspektrum der überwiegenden Praxen. Schwerpunkte der Individualprophylaxe sind professionelle Zahnreinigungen, Fissurenversiegelungen, Aufklärung und Motivation sowie die Beratung über mundgesundes Verhalten. Das bedeutet, dass der Zahnarzt heute wesentlich mehr Manager der oralen Gesundheit als Reparateur ist. Auch bei der Therapie von eingetretenen Schäden wird heute wesentlich mehr die Zahn- und Gewebeerhaltung in den Vordergrund gestellt.

Inwieweit bietet das erweiterte Selbstverständnis des Zahnarztes  für den Patienten einen Qualitätsfortschritt in der Behandlung?

Die Ausrichtung auf die Prävention und der damit einhergehende Zahnerhalt bietet für den Patienten eine erhebliche Steigerung der Lebensqualität. Qualität in der Zahnmedizin wird heute sehr viel  am Zahnerhalt gemessen. Durch moderne mikroinvasive Füllungstherapien, verbesserte Verfahren der Wurzelkanalbehandlung, mikroinvasive zahnerhaltende chirurgische Eingriffe, aber auch moderne Verfahren zum Zahnersatz ist der Zahnerhalt möglich. Darüber hinaus sind die Eingriffe für den Patienten heutzutage deutlich weniger belastend.

Zahnärzte haben ein mehrjähriges Universitätsstudium abgeschlossen, für Fachzahnärzte kommen noch einige Jahre der Ausbildung hinzu. Reicht das erworbene Wissen, um Patienten ein Leben lang nach höchsten Qualitätsstandards zu behandeln?

Unsere berufsethischen Auffassungen und das Berufsrecht verpflichten uns, sich lebenslang im Interesse der Qualitätsförderung fortzubilden. Repräsentative Studien belegen, dass  die Zahnärzte in Deutschland dies aus eigenem und innerem Antrieb heraus auf hohem Niveau tun. Dies ist der beste Beleg dafür, dass sich der Berufsstand der Tatsache bewusst ist, dass die in der Aus- und Weiterbildung erworbenen Kenntnisse zwar eine solide Grundlage bilden, aber langfristig nicht ausreichen, um die Patienten zukünftig auf höchstem Qualitätsstandard zu behandeln.

Herr Lüttke, wie ist das bei den Zahntechnikern? Wie reagiert Ihr Berufsstand auf die neuesten medizinischen und technischen Fortschritte?

Die Beurteilung der Zahntechnik als gefahrengeneigter Gesundheitsberuf erfordert die Meisterqualifikation als Zulassungsvoraussetzung für die Herstellung von Zahnersatz in Deutschland. Das  ist zugleich ein entscheidender Grund dafür, dass der hier hergestellte Zahnersatz weltweit höchste Anerkennung erfährt. Die gewerblichen, im Wettbewerb stehenden Meisterbetriebe sind der Garant dafür, dass neue medizinische und technische Erkenntnisse schnell und umfassend in die Versorgungspraxis Einzug finden können. Zahnärzte und Zahntechniker gelten zudem als ausgesprochen fortbildungsintensive Berufe.

Die fachlich-handwerkliche Beherrschung neuer Materialien und Technologien ist daher gleichsam ein Markenzeichen in der Entwicklung unseres Berufsstandes in Deutschland. Nur wer sich in der Zusammenarbeit mit dem Zahnarzt immer wieder neu „beweist“ und  mit dem Zahnarzt an besten Lösungen für den Patienten erfolgreich arbeitet, verkörpert echte Zukunftsfähigkeit.

Hat sich durch den Einsatz der modernen Geräte der Beruf des Zahntechnikers verändert?

Nichts ist beständiger als der Wandel und dies gilt auch für das fortschrittliche Zahntechnikerhandwerk. Die Dentaltechnik hat sich angesichts der permanenten Entwicklung neuer digitaler Mess- und Analyseverfahren und computergestützter Fertigung in den vergangenen Jahren nachhaltig verändert. Statt mit dem Wachsmesser arbeitet der Zahntechniker zunehmend am Computer. Die endgültige Fertigstellung des Zahnersatzes  erfolgt dann aber überwiegend in filigraner Handarbeit. Die technischen Weiterentwicklungen verändern zwar die Anwendung neuester Technologien, Materialien und Verfahren, nicht aber das Berufsbild des Zahntechnikers. Es geht immer darum,  zahntechnisches Wissen und Können für patientenindividuelle Versorgungslösungen optimal zu nutzen. Der Zahntechniker ist als Wissensexperte nicht durch veränderte Technologien zu ersetzen. Trotz neuer Herstellungsarten ist das notwendige komplexe Verständnis für jeden einzelnen Patientenfall unerlässlich.

Herr Dr. Oesterreich, der Zahnarzt trägt rechtliche die alleinige Verantwortung für den Patienten, auch was die Qualität des Zahnersatzes angeht. Steht der Zahntechniker an „zweiter Stelle“?

Es ist völlig richtig, dass der Zahnarzt mit der Eingliederung von Zahnersatz alleinig gegenüber dem Patienten in allen Belangen haftet. Da aber die Herstellung von Zahnersatz eine intensive Kooperation zwischen Zahnarzt und zahntechnischem Labor erfordert, muss nicht nur der Zahnarzt die Qualität des hergestellten Zahnersatzes prüfen, sondern sich dabei auch auf sein Labor verlassen können. Bei sehr aufwendigen und komplizierten Zahnersatztherapien ist sogar im Vorfeld eine Abstimmung und gemeinsame Festlegung der einzusetzenden Technologien sinnvoll, wenn nicht sogar  zwingend notwendig. Das erfordert oftmals die unmittelbare Abstimmung am Patienten, die gemeinsame persönliche Beratung, aber auch den intensiven persönlichen Kontakt. Hohe Qualität ist nur durch gegenseitige und zuverlässige Zuarbeit, sowie vertrauensvolle Zusammenarbeit zu erreichen. Der Zahntechniker ist somit ein sehr wichtiger Kooperationspartner des Zahnarztes.

Herr Lüttke, wie sehen Sie das?

Die alleinige Verantwortung des Zahnarztes für die Behandlung mit Zahnersatz ist hinlänglich beschrieben und auch richtig. Jedoch hat jüngst Professor Dr. Hans-Christoph Lauer, wissenschaftlicher Leiter des Kuratoriums perfekter Zahnersatz, folgendes gesagt: „Ich als Zahnarzt kann in den Zahnersatz nicht hineinschauen. Da ist es mir wichtig, dass ich mich hundertprozentig auf den Zahntechnikermeister verlassen kann“. Seine Worte zeigen, dass neben dem Zahnarzt nur der Zahntechnikermeister  die Unbedenklichkeit des Medizinproduktes Zahnersatz verantworten kann und muss. Qualität, Produktsicherheit und Patientenzufriedenheit in der Zahnersatzversorgung sind also immer nur das Ergebnis einer gut funktionierenden Partnerschaft von Zahnarzt und Zahntechnikermeister. Schließlich soll der Zahnersatz jahrzentelang im Mund eines Patienten unbedenklich sein.

Herr Dr. Oesterreich, welche Rolle spielen die Assistentinnen in der Zahnarztpraxis bei der erfolgreichen Behandlung eines Patienten?

Ausgehend von den gesetzlichen Grundlagen des Zahnheilkundegesetzes ist es möglich, dass der Zahnarzt unter seiner Verantwortung bestimmte Teile des Behandlungsgeschehens delegiert. Dies setzt voraus, dass seine Mitarbeiterinnen ein hohes Niveau in der Aus- und Fortbildung haben. Darüber hinaus muss sich der Zahnarzt regelmäßig über den Qualifikationsstand seiner Mitarbeiter vergewissern. Insbesondere in den Bereichen der Prävention besitzen fortgebildete Zahnmedizinische Fachangestellte eine hohe Kompetenz und Patientenakzeptanz. Auch im Bereich des Praxismanagements und der Verwaltung gibt es wichtige Bereiche für die Delegation. Aber auch die zuverlässige Zusammenarbeit bei der Diagnostik und Therapie der Patienten zwischen Zahnarzt und Assistentin ist von großer Wichtigkeit für eine hohe Qualität zahnärztlicher Behandlung. So darf man mit Recht feststellen, dass zahnärztliche Betreuung heute im ureigenen Sinne Teamarbeit ist. Gerade kommunikative Kompetenzen der zahnärztlichen Mitarbeiterinnen sind entscheidend für eine hohe und positive Zahnarzt-Patienten-Bindung.

Wenn nachts die Zähne knirschen, kann tags der Rücken schmerzen

Die Wechselwirkung zwischen dem Mund und dem übrigen Körper sind vielfältiger als weitläufig bekannt. Darauf wiesen die Experten kürzlich auf der Herbst-Pressekonferenz des Kuratoriums perfekter Zahnersatz (KpZ) und anlässlich des Tages der Zahngesundheit (25.9.) hin.

So lassen sich chronische Kopf- und Rückenschmerzen in manchen Fällen auf fehlende Zähne, nächtliches Zähneknirschen oder schlecht sitzenden Zahnersatz zurückführen. Unbehandelte Zahnfleischerkrankungen wiederum können das gesamte Immunsystem schwächen und ein schlecht eingestellter Diabetes zieht häufig Zähne und Zahnfleisch in Mitleidenschaft. „Diese Zusammenhänge sind frappierend komplex und vielen Patienten wie auch Medizinern und Therapeuten nicht immer präsent“, resümierte Prof. Dr. med. dent. Klaus M. Lehmann, vom wissenschaftlichen Beirat des KpZ. Sei dieses Wissen bekannter, könnten Patienten noch gezielter behandelt werden und sich unter Umständen lange Leidenswege ersparen, so Lehmann. Die Teamarbeit von (Zahn)-Medizinern und Dentallaboren vor Ort gewinne mit der Komplexität der Aufgaben deutlich an Bedeutung.

Seit mehr als 20 Jahren befassen sich Experten im Wissenschaftlichen Beirat des KpZ intensiv mit zahnmedizinischen und zahntechnischen Themen und präsentieren aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse einmal jährlich auf einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit.

„Kleider machen Leute, Zähne machen Menschen“

Dass auch die Psyche beim Thema Zähne und Zahnersatz eine entscheidende Rolle spielt, verdeutlichte Privatdozentin Dr. med. dent. Anne Wolowski aus Münster. So würden viele Patienten nach der Restauration ihrer Zähne beginnen, selbstbewusster mit sich und der eigenen Gesundheit umzugehen. „Schöne Zähne symbolisieren Erfolg. Häufig folgt auf die Zahnbehandlung der Friseurbesuch oder der Eintritt ins Fitnessstudio als Zeichen eines neuen Selbstbewusstseins, nach dem Motto: Kleider machen Leute, Zähne machen Menschen“, so Dr. Wolowski. Diese Emotionalität könne allerdings auch in die andere Richtung umschlagen. Wer sich im Behandlungszeitraum in einer schwierigen Lebenssituation befände oder sich nicht ausreichend informiert oder beraten fühle, könne eine Versorgung mit diesem „unguten Gefühl“ in Verbindung bringen. Mögliche Folgen seien Beschwerden und mangelnde Akzeptanz des Zahnersatzes, auch wenn dieser nach „objektiven Kriterien“ und nach eingehender organischer Prüfung keine Probleme machen dürfe.

Einige Patienten würden den anhaltenden Schmerzreiz außerdem nutzen, um soziale Zuwendung von Freunden und Familie zu erlangen, und daher unterbewusst daran festhalten. „In diesem Fall ist es keine Lösung, die prothetische Versorgung wiederholt zu überarbeiten!“ Viel wichtiger sei es für den jeweiligen Zahnmediziner, „zwischen Befund und Befindlichkeit zu unterscheiden“, also den Ursachen auf den Grund zu gehen. Das bedeutet, organische Befunde auszuschließen, die zahnmedizinische Geschichte der Patienten zu rekonstruieren und bei der Lösung auch psychische und psycho-somatische Aspekte mit einzubeziehen.

„Sie lernten Organe und es kamen Menschen“ – mit dem Zitat des Schweizer Gesundheitsökonomen Gerhard Kocher wies Wolowski in ihrem Vortrag auch darauf hin, dass Studenten in der zahnmedizinischen Ausbildung noch intensiver über das Wechselspiel von Körper und Psyche informiert werden müssten. Darüber hinaus spiele die Aufklärung der Patienten eine entscheidende Rolle für den Erfolg einer zahnmedizinischen Therapie, so das Fazit von Dr. Wolowski.

Zahntechnische Arbeiten als eine Form der „Vorsorge“

Wie wichtig es ist, dass beim Thema Zähne und Zahnersatz alle Beteiligten zusammenarbeiten, schilderte Zahntechnikermeister und cand. med. dent. Peter Finke aus Erlangen. Ob allergische Reaktionen auf Dentalmaterialien oder Beschwerden im Kiefer- und Kopfbereich, die zum Beispiel durch schlecht sitzenden Zahnersatz bedingt sein können: Optimale Resultate könnten letztlich nur erzielt werden, wenn sich Praxis und Dentallabor intensiv austauschten und den Patienten einbezögen.

Anhand von Fallbeispielen wie Implantaten mit Aufbau, Brückenkonstruktionen, herausnehmbaren oder implantatgetragenen Totalprothesen zeigte Finke unterschiedliche Materialien und Versorgungsformen und schilderte eindrucksvoll den Facettenreichtum und die Präzision der meisterlichen Handwerkskunst Zahntechnik. „Eine regelmäßige Prophylaxe trägt wesentlich dazu bei, die eigenen Zähne zu erhalten. Wichtig ist es außerdem, bei Zahnverlust den fehlenden Zahn sehr zügig zu ersetzen“, so Peter Finke. So ließe sich verhindern, dass sich Zähne verschöben oder Knochen im Kiefer abgebaut werde.

Zahnverlust und Aussprache: Der Körper kompensiert

Wie wirkt sich der Verlust der Seitenzähne auf die Aussprache aus? In seiner Dissertationsarbeit „Zum Einfluss des Verlustes von Seitenzähnen auf die Sprachlautbildung“ war der Marburger Dr. med. dent. Daniel Weber dieser Frage nachgegangen. Er wurde dafür im Rahmen der Pressekonferenz vom Kuratorium perfekter Zahnersatz mit dem Dissertationspreis 2009 ausgezeichnet.

Weber hatte verschiedene Bezahnungsvarianten mit modifizierten Totalprothesen an zahnlosen Probanden untersucht. Die Ergebnisse zeigten, dass sich die Sprachlautbildung zumindest in der ersten Zeit nach dem Einsetzen der Testprothesen nur wenig relevant und reproduzierbar verändere, so Weber. Diese Resultate bewiesen die – zumindest vorübergehende – Kompensationsfähigkeit der menschlichen Artikulation. Da Zahnlücken jedoch immer zu Verschiebungen im sensiblen System von Zähnen, Zunge, Kiefer und Gaumen führen könnten, vermutet Dr. Weber, dass diese Kompensationsfähigkeit im Laufe der Zeit immer weiter abnehmen wird. Wie lange die Ausgleichsmechanismen funktionieren, wird daher Thema weiterführender Studien sein.

 

Raucher gefährden auch ihre Zähne

Schlechtere Durchblutung, dadurch erhöhte Gefahr von Parodontitis und verzögerte Wundheilung: Bei Rauchern ist auch die Mundgesundheit stark bedroht. Darauf weist die Internationale Gesellschaft für Ganzheitliche ZahnMedizin (GZM) anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai hin.

Raucher leiden häufiger unter chronischen Erkrankungen des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates – und diese so genannte Parodontitis kann bei ihnen nicht so gut behandelt werden wie bei Nichtrauchern, so die GZM. Raucher haben daher im Durchschnitt weniger Zähne als Nichtraucher. Besonders kritisch wird es, wenn an den von Parodontitis betroffenen Zähnen Zahnersatz abgestützt ist: Geht ein Zahn als Pfeiler verloren, kann der komplette Zahnersatz unbrauchbar werden.

Vor allem bei starken Rauchern heilen auch künstliche Zahnwurzeln, so genannte Implantate, schlechter ein und sie halten weniger lang. Außerdem entzündet sich bei Rauchern das um ein Implantat verlaufende Zahnfleisch häufiger. Dies kann langfristig zum Verlust des Implantates führen.

Und ganz besonders dramatisch: Rauchende Männer haben im Vergleich zu Nichtrauchern ein 27-fach erhöhtes Risiko, an Mundhöhlen- oder Rachenkrebs zu erkranken. Dies zeigen Zahlen des Deutschen Krebsforschungszentrums. Er ist bei Männern immerhin die sechsthäufigste Krebstodesursache.

Rauchen schadet aber nicht nur der Gesundheit. Die im Tabakrauch enthaltenen Pigmente machen die Zähne auch hässlich. Zum Glück lassen sich die unschönen Verfärbungen meist durch professionelle Zahnreinigung wieder entfernen. Überhaupt kommt einer ausführlichen Pflege und Reinigung wie auch der Vorsorge eine große Bedeutung zu. Für Raucher ist es nach Angaben der GZM ganz besonders wichtig, regelmäßig zum Zahnarzt zu gehen – am besten zwei Mal jährlich. So können mögliche Folgen des Rauches rechtzeitig entdeckt werden.